fac


Spiele


      Nürnberger Nachrichten vom 16.05.2017

      Lautstarker und tränenreicher Saisonausklang
      Die Club-Handballerinnen gewinnen vor einer Rekordkulisse gegen Ismaning, für drei verdiente Spielerinnen war es das letzte Spiel

      VON WIELAND PETER

      Mit Fahnen, Trommeln und Gesängen sorgten rund 200 Ultras unter der Rekordzahl von über 300 Zuschauern für einen ungewohnten Lärm- und Stimmungsrahmen beim letzten Spiel des 1. FC Nurnberg Handball 09 in der Bayernliga-Saison. Für den vorher schon vermiedenen Abstieg der Clufrauen und das 29:26 uber den punktgleichen Tabellennachbarn TSV Ismaning gab es verdienten Beifall, einige Abschiedstränen und viele Selfies.
      Zum Heulen gab es wahrlich keinen Grund, die sportliche Bilanz fiel zwar gemischt aus, „aber insgesamt überwiegt deutlich das Positive", wie Trainer Tom Hankel feststellte. Noch etwas einfacher hatte sich die Mannschaft den Kampf gegen den Abstieg machen können, aber die Auswartsschwäche mit lediglich zwei Siegen wurde immerhin in eigener Halle kompensiert. Gegen die aus der Not geborene Taktik, der eigenen Angriffschwäche bei Ballbesitz mit einer siebten Feldspielerin anstelle der Torfrau zu begegnen, fanden auch einige Spitzenteams kein wirksames Mittel. Abstieg vermieden, Zweck erfüllt.

      Gegen Ismaning wurde „normal" gespielt, „so, wie die Spielerinnen es eigentlich gelernt haben und wie es ihnen Spaß macht" (Hankel). Und so, wie es sich der Trainer auch fur die kommende Saison vorstellt. Das war über weite Strecken sehenswert und erfolgreich, allerdings gab es auch wieder etliche von individuellen Fehlern und Fehlpässen geprägte Phasen, die zeigten, warum die Club-Frauen mit 551 Treffern den schwächsten Angriff der Liga aufweisen. 8:3 (8.) nach einem Traumstart ohne Fehlwurf, 11:10 (23.), 19:13 (36.), 19:17 (42.) und :23 (57.) waren die Zwischenstationen zum 29:26 (15:11) - beim Schlusspfiff waren die 24 Spiele, die Trainingsarbeit, die Probleme und der Erfolgsdruck aber schnell vergessen.
      Erleichterung und Freude war angesagt, mehr aber noch Abschiednehmen - und da ließen sich bei der Übergabe von Erinnerungsgeschenken an Nina Strattner, Janine Wiesend und Spielführerin Alexandra Tomandel, die ihre Karrieren beenden, die Tränen nicht auf halten.
      Vor allem Letztere, seit dem ersten Bayernliga-Spiel nach der Neugründung des Vereins 2009 dabei und seit Jahren als Taktgeberin und Vollstreckerin nicht wegzudenken, hörte so auf wie in den meisten Spielen: Mit acht Treffern war sie erfolgreichste Werferin „Natürlich sind eigene Tore schön, aber Handball ist ein Mannschaftsspiel und da freue ich mich über gelungene Spielzüge, über- den Pass zum Tor fast mehr", sagt. die 28-jährige (Ex-)Spielmacherin, die die Mannschaft wie keine andere Spielerin im vergangenen Jahrzehnt geprägt hat. Jetzt will sie nach ihrer Heirat familiär und auch beruflich die Prioritäten neu setzen, denn so manches wurde doch vernachlässigt".

      Ein Wettbewerbsnachteil

      Dass ihr dieser Entschluss alles andere als leicht gefallen ist, war an den feucht glänzenden Augen unschwer zu erkennen und wurde verbal bestätigt: „Das tut im Moment sehr weh, denn Handball ist meine Leidenschaft." Und weil das so bleiben wird, antwortete sie auf die Frage, ob sich ihr Entschluss vielleicht nochmal ändert nur: „Unmöglich ist nichts".
      Womit wir bei der am Ende einer Spielzeit unvermeidlichen Phrase waren: Nach der Saison ist vor der Saison - und da ist der Trainer gefragt. Natürlich gibt es längst „vielversprechende Kontakte" zu neuen Spielerinnen, aber für Namen ist es noch zu früh. AuBerdem weiß Hankel am besten um den Wert von Tomandel und damit die Lücke, die sie hinterlässt. „In der Region gibt es nur wenige, die sie 1:1 ersetzen können", sagt er - und die sind kaum zu einem Wechsel zu bewegen. Nicht, weil es kein Geld gibt, sondern weil sportlich ambitionierte Spielerinnen das Harzverbot in Nürnberg abhält; „ein klarer Wettbewerbsnachteil fur uns", sagt Hankel.
      Aber nicht nur Tomandel, sondern auch Torfrau Wiesend bezeichnet er als großen Verlust; wichtig vor allem in der abgelaufenen Spielzeit, weil sie eigentlich aus gesundheitlichen Gründen aufhören wollte. „Sie hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, konstant gute Leistungen geboten und war so wichtig fur unser taktisches Konzept und für den Klassene-halt wie die siebte Feldspielerin."

      Die Ziele bleiben eng gesteckt

      Darum verbietet es sich für Hankel, von irgendwelchen höheren Zielen zu reden. Sie bleiben eng gesteckt: Eine Saison 2017/18 ohne Abstiegsgefahr, zumindest aber noch früher Sicherheit als diesmal, das strebt er an. Und dabei die eigenen Talente weiterentwickeln, das genießt wie bisher Priorität beim Handball-Club. Womöglich auch wieder mit lautstarker Unterstützung der Ultras.















      Nürnberger Nachrichten vom 10.05.2017


      Mit Weltklasse in eine bessere Zukunft
      Beim 1 .FCN Handball sollen verdiente Spielerinnen den Nachwuchs voranbringen

      VON WIELAND PETER

      Die Entwicklung eigener Talente besitzt beim 1. FC Nurnberg Handball 09 Prioritat. Dafur notwendig sind Geduld und kompetente Trainer. Zum neuen Quartett, das fur die drei weiblichen Jugendteams zustandig ist, gehört mit Stephanie Subke auch eine ehemalige Weltklassespielerin, die in sieben Jahren beim 1. FCN drei deutsche Meistertitel gewann.

      Bundesliga-Erfahrung in geballter Form hat der Handball-Club neuerdings aufzuweisen. Zwar nicht mehr auf dem Spielfeld, aber im weiblichen Nachwuchsbereich gibt ein Quartett den Ton an, das im Club-Trikot an der Hochzeit nach der Jahrtau-sendwende beteiligt war: Angelika Elfinger (2. Bundesliga/A-Jugend) sowie die drei Erstliga-Spielerinnen Elke Kottenstein (C-Jugend), Simone Luber und vor allem die Österreicherin Stephanie Subke (beide B-Jugend), die nach neun Jahren an ihre alte Wirkungsstatte zurückgekehrt ist

      Stephanie Subke, in Nürnberg und vor allem in der internationalen Handball-Szene besser als Steffi Ofenböck bekannt, hat irgendwann einmal als Lebensmotto angegeben: „Ihr werdet euch noch wundern." Jetzt wirkt sie beim Gespräch in der Halle am Valznerweiher fast so, als wundere sie sich immer noch ein bisschen, dass sie trotz Familie mit zwei Töchtern und den beruflichen Anforderungen als Physiotherapeutin in einer Neumarkter Praxis diese Auf gabe übernommen hat. „Statt ins Kino oder zum Kaffeetratsch zu gehen, f ahren wir halt von Neumarkt zum Training nach Nürnberg", sagt die 36-Jährige.

      Wir - das sind noch Simone Luber aus Postbauer-Heng, ehemalige Mitspielerin beim letzten Titelgewinn der Nürnberger Handballerinnen 2008, und ihre Tochter Maxime (14). Diese eifert handballerisch der Mutter nach; beim Club naturlich, „weil dort die Nachwuchsstrukturen stimmen, alle Trainingsbereiche gut abgedeckt sind und die Zusammenarbeit mit Frauen-Trainer Tom Hankel als Koordinator im Jugendbereich bestens klappt", wie Luber feststellt, die schon ein Jahr als Co-Trainerin gearbeitet hat. Sie hat Subke, zu der der Kontakt nie abgerissen ist und der sich inzwischen zu einer freund-schaftlichen Beziehung entwickelt hat, zum Mitmachen überredet.

      „Du musst einfach, hat sie zu mir gesagt" - und obwohl der sportliche Weg von Luber so etwas wie der Gegenentwurf zur Traumkarriere Subkes ist, an Ehrgeiz, Durchset-zungsvermögen und vor allem Begeisterung für Handball mangelt es ihr ebenfalls nicht. Als schon vierfache Mutter und mit bereits 36 Jahren hat langjahrige Zweitliga-Spielerin bei Quelle Furth 2007 noch den Sprung ins Bundesliga-Spitzenteam des 1. FCN gewagt, Hauptantrieb war die Frage, „ob ich's packe in Liga eins". Sie hat es gepackt. Nach Meistertitel und 14 Toren in zwölf Europacup-Spielen lautete das Fazit der Linkshänderin am Ende ihrer Karriere: „Alles richtig gemacht."

      Aktuell hat sie ihren jungen Spielerinnen geraten, sich bei Google zu informieren, wer ihnen da kunftig Konnen und Erfahrungen vermittelt. Und in der Tat ist Subkes Statistik imponierend, der Begriff Traumkarriere nicht übertrieben. Sie kennt jedoch auch die Gegenseite, Enttäuschungen und Rückschlage; weiß, wie viel Arbeit und Ehrgeiz sie bei allem Talent investiert hat: Fur 200 Länderspiele und 700 Tore fur Österreich, den Sieg in der Champions League, EM-Platz drei 1996, WM-Bronze 1999, Olympia-Teilnahme 2000 in Sydney und vier Meistertitel, drei da von zwischen 2002 und 2008 mit dem 1. FC Nürnberg. Jetzt will sie, die nebenbei noch an der Trainer-A-Lizenz in Österreich arbeitet, also einmal pro Woche neue Akzente im Training mit den Schwerpunkten Taktik und Technik setzen. Spaß macht es ihr, „die Spielerinnen verfügen über eine gute Grundausbildung, sind aufmerksam und mit großem Ehrgeiz bei der Sache". In der nächsten Saison wollen sie „alle das Beste daraus machen".
      Und das trotz eines fur sie unverständlichen Handicaps. „Eine Wand fur meine Arbeit als Trainerin" nennt Subke die in Niirnbergs Hallen noch immer verbotene Verwendung von geharzten Ballen. Auf Dauer würde dadurch talentierten Spielerinnen die Chance verwehrt, sich fur den Leistungsbereich zu qualifizieren, wo Harz-Benutzung längst Pflicht ist. „Aber vielleicht lasst sich das ja in Nürnberg auch noch ändern..."

      An den kurzfristigen sportlichen Zielen der Club-Mannschaften andert es jedenfalls nichts, nachdem die Frauen jüngst durch ein 27:23 uber den ASV Dachau in der Bayernliga die letzten Abstiegsbefürchtungen verscheucht haben. Die A-Jugend will erstmals, die B-Jugend erneut und die neu formierte C-Jugend nach Möglichkeit wieder nach den Qualifikationsturnieren, die am 13./14. Mai stattfinden, in der Bayernliga spielen. Das wäre immerhin ein erster kleiner Karrieretraum...

VEREINSNACHRICHTEN





  • Lebensrettung durch Sponsoring








Aktuelle Ergebnisse Handball Bayernliga Frauen

Sa. 13.05. 1.FC Nürnberg 29:26 TSV Ismaning
13.05. Herzogenaurach 33:20 Haunstetten II
13.05. HSG Würm-Mitte 26:24 ASV Dachau
13.05. TSV Ottobeuren 33:22 DJK Rimpar
13.05. HC Erlangen 34:28 Dietmannsried
13.05. HSG Freising-Neufahrn 24:35 HSV Bergtheim

Aktuelle Tabelle Handball Bayernliga Frauen

Platz Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt
1 Herzogenaurach 24 20 1 3 731:561 170 41:7
2 HSV Bergtheim 24 18 1 5 729:606 123 37:11
3 HSG Würm-Mitte 24 14 3 7 662:609 53 31:17
4 HC Erlangen 24 14 3 7 637:602 35 31:17
5 DJK Rimpar 24 12 1 11 568:599 -31 25:23
6 TSV Ottobeuren 24 11 2 11 645:643 2 24:24
7 Fichtelgebirge 24 10 2 12 558:585 -27 23:25
8 ASV Dachau 24 10 2 12 604:622 -18 22:26
9 TSV Ismaning 24 10 1 13 629:665 -36 21:27
10 1.FC Nürnberg 24 10 1 13 551:612 -61 21:27
11 Dietmannsried 24 6 1 17 640:697 -57 13:35
12 Haunstetten II 24 6 2 16 563:635 -72 13:35
13 HSG Freising-Neufahrn 24 5 0 19 568:649 -81 10:38

 


INFO

  • nuLiga
    Hier findet Ihr alle Spielpläne der Mannschaften des 1 FC Nürnberg Handball

    Read M

  • Mitgliedsantrag
Falls du Mitglied werden möchtest, drucke dir diesen Antrag aus und sende Ihn an den

1. FCN - Handball 2009,   
c/o Udo Weber
Gugelstraße 83
90459 Nürnberg

Die Satzung wird jedem Mitglied bei Annahme seines Aufnahmeantrags in der jeweils gültigen Fassung (aktuell 3.1.11) ausgehändigt.


Facebook

Wir sind mit unserem Damenteam und den Jugendmannschaften auf Facebook vertreten. Kommt und besucht uns!

News rund um die Damen des 1 FC
Clubhandball B-Jugend
Clubhandball C-Jugend



Ballsportwelt Metzger Meyer Autohaus Bronner wbg nürnberg Hofmann Personal Leasing